Wie wir (noch) durchsetzungsstärker werden …. Erfahrungen, Ideen aus der Praxis für die PraxisTatjana Fuchs, Soziologin
Wie wir (noch) durchsetzungsstärker werden …. Erfahrungen, Ideen aus der Praxis für die PraxisTatjana Fuchs, Soziologin
Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, Nicht nur bei den Gewerkschaften, sondern auch in den Ministerien, in den Krankenkassen und sehr vereinzelt auch bei den Arbeitgebern gibt es Personen, die von dem Glaubenssatz „Jede Arbeit sei besser als keine Arbeit“ und „Sozial sei was Arbeit schafft“ die Nase voll haben. Immer mehr Menschen erkennen, dass dies – konsequent weiter gedacht – sogar Kinder- und Sklavenarbeit rechtfertigt. Und bereits heute spüren die Beschäftigten, dass die Arbeitsbedingungen, so wie sie heute sind, auf die Knochen gehen, also eine massive Bedrohung ihrer Gesundheit, ihrer körperlichen Unversehrtheit, darstellen. Ende 2004 wurde im ganzen Bundesgebiet eine große, repräsentative Befragung durchgeführt, die zum einen die Vorstellungen der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen von guter Arbeit und zum anderen die heutige Arbeitsqualität genau unter die Lupe genommen hat. Über 4.700 abhängig Beschäftigte aus allen möglichen Branchen wurden befragt und die Ergebnisse liegen seit Anfang 2006 vor. Diese Ergebnisse, die ich Euch gleich vorstellen werde, sind zum Teil sehr alarmierend. Sie zeigen kein schönes Bild von der ‚schönen, neuen Arbeitswelt‘. Und weil die Untersuchung dies schonungslos zeigt, wollte sie der frühere Wirtschaftsminister Clemens diese Ergebnisse am liebsten in der Schublade verschwinden lassen. Es ist ihm nicht geglückt, vielmehr ist Herr Clemens in der Schublade der Zeitgeschichte verschwunden. Ich präsentiere Euch nun zunächst die ersten Erg
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